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Igor Strawinski

Igor Strawinski, etwa 1920-1930

Igor Strawinski, etwa 1920-1930

Igor Strawinski war ein russischer Komponist. Er wurde (nach dem gregorianischen Kalender) am 17. Juni 1882 in Oranienbaum in der Nähe von Sankt Petersburg in Russland geboren.

Strawinski wuchs in Russland auf und studierte zunächst auf Wunsch seines Vaters, der übrigens ursprünglich ebenfalls Rechtswissenschafften studierte, dann aber Opernsänger geworden war, bis 1905 Rechtswissenschaften in St. Petersburg. Gleichzeitig beschäftigte er sich mit Musiktheorie und war ab 1902 Schüler des Komponisten Rimski-Korsakow. Dieser führte Strawinski auch in die Theaterszene ein.

Mit seiner Orchesterfantasie Feu d’artifice fiel Strawinski 1909 dem Chef des Russischen Balletts Sergej Diaghilev auf. So waren Strawinskis erste Auftragswerke die Ballette Der Feuervogel (1910), Petruschka (1911) und Le sacre du printemps (1913), die alle in Paris uraufgeführt wurden. Insbesondere die Uraufführung des Balletts Le sacre du printemps wurde zu einem der größten Theaterskandale des 20. Jahrhunderts. Seine erste Oper Le Rossignol (1914) nach dem Märchen Die Nachtigall von Hans Christian Andersen wurde ebenfalls in Paris uraufgeführt.

Durch eine Heirat mit seiner reichen Landsmännin Jekaterina Nossjenko war es Strawinski möglich, sich vorübergehend sogar ganz in Paris niederzulassen. Aus dieser Ehe gingen vier Kinder hervor. Nach einem Gastauftritt als Dirigent in Genf im Jahr 1915 blieb Strawinski bis 1920 in der Schweiz. Nach dem Ersten Weltkrieg kehrte er 1920 nach Frankreich zurück und erhielt 1934 die französische Staatsbürgerschaft. Nachdem seine erste Frau 1939 gestorben war, wanderte Strawinski nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in die USA aus. Die Harvard Universität in Cambridge/Boston erteilte ihm einen Lehrauftrag.

Erst zur Uraufführung seiner Oper The Rake’s Progress am Teatro La Fenice in Venedig kehrte Strawinski besuchsweise nach Europa zurück, behielt aber seinen Hauptwohnsitz in den USA. Igor Strawinski starb am 6. April 1971 in New York. Auf seinen Wunsch hin wurde er auf dem Friedhof San Michele in Venedig beigesetzt. Dort liegt auch seine zweite Frau Vera de Bosset begraben.

Bühnenwerke (Opern)
1914 – Le Rossignol (UA: 1914 an der Opéra Garnier in Paris)
1922 – Mavra (UA: 1922 an der Opéra Garnier in Paris)
1918 – Histoire du Soldat (UA: 1918 am Théâtre Municipal in Lausanne)
1927 – Oedipus Rex (szenische UA: 1928 an der Wiener Staatsoper in Wien)
1951 – The Rake’s Progress (UA: 1951 am Teatro La Fenice in Venedig)
1961 – Die Sintflut (szenische UA: 1963 an der Hamburgischen Staatsoper in Hamburg)

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